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Geburtshilfe-Wiki

Wie läuft eine Unterwassergeburt ab?

Bei der Unterwassergeburt hat man die Möglichkeit, in einer Geburtswanne das Kind Unterwasser zu gebären. Dafür sind spezielle Haltevorrichtungen und Fußstützen in der Geburtswanne vorhanden. Ein Einlauf muss nicht vorgenommen werden. Die Gabe von Schmerzmitteln ist zwar in der Wanne nicht so oft nötig, dennoch wird vorsichtshalber ein venöser Zugang empfohlen. Die Wanne wird etwa bis Nabelhöhe mit Wasser gefüllt. Die Gebärende kann grundsätzlich in das Wasser steigen, wann es ihr beliebt – sowohl in der Eröffnungs- als auch in der Austreibungsphase. Die Hebamme unterstützt die Geburt vom Wannenrand aus. Das Kind macht seine ersten Atemzüge erst, wenn das Gesicht mit der Luft in Kontakt kommt. Danach sollte es nicht mehr untergetaucht werden. 

Wie läuft ein Kaiserschnitt ab?

Bei einem Kaiserschnitt werden die Bauchdecke und die Gebärmutter der Mutter mit einem Skalpell geöffnet. Das Kind wird dann direkt aus der Gebärmutter geholt. Meist kann der Eingriff unter regionaler Betäubung stattfinden und dauert nicht länger als 45 Minuten. Die Mutter spürt Zug- und Druckgefühle, jedoch keine Schmerzen. Bei der Misgav-Ladach-Methode wird mehr gedehnt als geschnitten, wodurch das Gewebe geschont und der Blutverlust geringer gehalten wird. 

Was ist eine Periduralanästhesie (PDA)?

Die Periduralanästhesie (kurz: PDA) beschreibt ein häufig angewandtes Verfahren, bei dem der Geburtsschmerz gemindert oder ganz genommen wird. Dabei wird im Sitzen ein Katheter im unteren Bereich der Wirbelsäule eingeführt. Über diesen wird das Betäubungsmittel an die schmerzleitenden Nervenfasern gespritzt. So wird verhindert, dass der Schmerz weitertransportiert wird. Bei Bedarf kann durch den Katheter nochmals nachgespritzt werden. Eine komplette Schmerzfreiheit wird dadurch jedoch nicht immer gelingen. 

Wer erhält eine PDA?

Grundsätzlich erhält jede Frau mit intakter Blutgerinnung auf Wunsch eine PDA. Das Für und Wider wird im Einzelfall mit dem Geburtshelfer sowie dem Anästhesisten abgesprochen.

Zu welchem Zeitpunkt ist eine PDA möglich?

Die Geburt sollte in vollem Gange sein.

Was bedeutet es, wenn mein Kind sich in Beckenendlage befindet?

Bei der Beckenendlage befindet sich nicht der Kopf, sondern das Becken des Kindes am unteren Rand der Gebärmutter – das Kind liegt also mit dem Kopf nach oben. Ab der 37. Schwangerschaftswochen ist es möglich, eine äußere Wendung zu versuchen: Ein erfahrener Geburtshelfer dreht den Fetus durch Druck von außen in die Schädellage. Eine spontane Beckenendlagengeburt ist grundsätzlich möglich, sollte aber von erfahrenen Geburtshelfern überwacht werden. 

Welche Aspekte gehören zur modernen Geburtsüberwachung?

Vor und während der Geburt werden die Häufigkeit der kindlichen Herzschläge sowie die Wehenfrequenz aufgezeichnet (mittels Kardiotokograf oder abgekürzt CTG). Mit der sogenannten Telemetrie steht eine Überwachungsform zur Verfügung, bei der das CTG über Funk übertragen wird. Somit bestehen weniger Bewegungseinschränkungen für die Mutter. Zur Überwachung der Sauerstoffversorgung kann zusätzlich eine Mikroblutuntersuchung (MBU) durchgeführt werden. Hierbei wird ein winziger Blutstropfen vom Köpfchen des Kindes entnommen und überprüft. 

Was ist eine U-Untersuchung?

Bis einschließlich zum sechsten Lebensjahr des Kindes werden in standardisierten Abständen zehn regelmäßige Untersuchungen durchgeführt. Die U-Untersuchungen dienen dazu, mögliche Gesundheitsprobleme oder Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Die Erstuntersuchung (U1) findet direkt nach der Geburt statt.