×

Achern: 07841 700-0
Oberkirch: 07802 801-0

Fachkliniken | Betriebsstelle Achern | Klinik für Frauenheilkunde, Kindergynäkologie und Geburtshilfe Geburtshilfe

Zurück zur Fachklinik

Geburtshilfe

Jährlich erblicken in unserer Abteilung für Geburtshilfe viele Kinder das Licht der Welt. Und doch verlieren wir die Einzigartigkeit jeder Schwangerschaft und jeder Geburt nicht aus den Augen, denn wir legen großen Wert auf eine direkte, familiäre, persönliche und individuelle Betreuung.

Zu unserer Philosophie gehört es, der Natur bei der Geburt möglichst freien Raum zu lassen und die Frauen durch eine liebevolle und familiäre Atmosphäre während der Geburt und im Wochenbett bestmöglich zu unterstützen.

Ein eingespieltes Team von Hebammen, Ärztinnen und Ärzten, Krankenschwestern und Kinderkrankenschwestern sowie Physiotherapeuten/Innen kümmert sich darum, dass Sie die Zeit vor, während und nach der Geburt in Sicherheit und Geborgenheit erleben können. Selbstverständlich steht die Sicherheit der Mutter und des Kindes bei uns an erster Stelle. Die enge Zusammenarbeit mit der Kinderklinik am Ortenau Klinikum in Offenburg bietet in unvorhersehbaren Situationen hohe Sicherheit für Mutter und Kind.

Besondere Schwerpunkte unserer Klinik für Geburtshilfe sind die Pränataldiagnostik einschließlich Amniozentese, Geburtsplanung und Risikoschwangerschaftsbetreuung. Auch bieten wir unseren Patientinnen die Möglichkeit einer Wassergeburt und auf Wunsch einen Kaiserschnitt. Nach der Geburt wird eine Rooming-in-Betreuung auf unserer Wochenbettstation angeboten.

Unter Anleitung unserer Hebammen bieten wir Ihnen zahlreiche Entspannungs- und Geburtsvorbereitungskurse an. Sprechen Sie uns an! Wir informieren Sie gerne über unser Leistungsangebot und stehen Ihnen für Fragen zur Verfügung. Auf Wunsch präsentieren wir Ihnen auch gerne unsere Räumlichkeiten.

Vor, während und nach der Geburt möchten wir Ihnen, liebe Eltern, als kompetenter, umsorgender Partner zur Verfügung stehen. Wir bieten Ihnen eine individuelle, familienorientierte Begleitung in der Schwangerschaft und während der Geburt – unter dem Motto: sanft und sicher.

  • Geburtsplanungssprechstunde
  • Risikoschwangerschaftssprechstunde mit Doppleruntersuchung
  • 3-D-Ultraschall
  • pränatale Diagnostik einschließlich Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung)
  • äußere Wendung bei Beckenendlage
  • kompetente und professionelle Betreuung der Geburt von Hebammen und Ärzten
  • Cerclage, totale Muttermundverschluss-Operationen bei drohender Frühgeburt
  • Wassergeburt
  • Kaiserschnitt auf Wunsch
  • Rooming-in Betreuung nach Geburt
  • Familienzimmer
  • Stillberatung
  • ambulante Geburt

Unser Spektrum der Geburtshilfe umfasst neben der Betreuung zur Geburt auch die Versorgung bei Erkrankungen während der Schwangerschaft, wie z. B. starkes Schwangerschaftserbrechen oder vorzeitige Wehentätigkeit.

In Zusammenarbeit mit der internistischen Abteilung des Hauses betreuen wir mit einem intensiven und individuellen Schulungsprogramm Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes.

Sanft und sicher entbinden ist unser Leitgedanke, aber auch individuell, selbstbestimmt und familienorientiert!
Um eine angenehme und vertraute Atmosphäre zu schaffen, in der sich werdende Eltern wohlfühlen, haben wir unsere Entbindungsräume in warmen Farben gestaltet.

Die Überwachung des individuellen Geburtsablaufes steht im Zentrum. Sie werden während Ihres Aufenthaltes bei uns kontinuierlich von einer Hebamme begleitet. Sie wird Sie über den Verlauf der Geburt informieren und mit Ihnen Ihre Wünsche und Fragen besprechen.

Die Hebamme ist die erste Ansprechperson während einer Geburt, die unkompliziert verläuft. Die Ärztin bzw. der Arzt oder Oberarzt wird über den Geburtsverlauf in regelmäßigen Abständen durch die Hebamme informiert. Wer konkrete Vorstellungen von sogenannten alternativen Praktiken mitbringt, darf diese gerne an uns herantragen und mit uns besprechen. Wir werden, immer mit Blick auf ein gutes Voranstreben der Geburt, nach Möglichkeit auf Ihre Wünsche eingehen. Immer wieder wird Sie die verantwortliche Ärztin oder der Arzt besuchen. Bei der Geburt des Kindes selbst stehen Ihnen dann jeweils die Hebamme und die Ärztin/Arzt als Team zur Seite. In das natürliche Geburtsgeschehen wird nur bei sich anbahnender oder offensichtlicher Abweichung von gewünschten Abläufen eingegriffen. Wir erläutern Ihnen alle medizinisch notwendigen und sinnvoll erscheinenden Maßnahmen vor deren Durchführung. Es gibt nur ganz wenige Situationen, in denen Handeln dringlicher ist als Erklären. Wo immer Sie sich unsicher fühlen, steht Ihnen Ihre betreuende Hebamme und Ihre Ärztin/Arzt bei.

Werdende Mütter haben bei uns die Möglichkeit, verschiedene Positionen zur Geburtserleichterung und zum Gebären einzunehmen.                                                  

Unsere Kreißsäle sind ausgestattet mit:

  • verstellbaren, bequemen Entbindungsbetten mit Stillkissen
  • Entspannungsbadewanne
  • Gebärwanne für Wassergeburten
  • Seilen/Gebärhocker
  • Sprossenwand/ Gymnastikbälle/ -matten

Zur Unterstützung und Erleichterung der Geburt bieten wir Ihnen an:

  • Musik, gerne auch von Ihnen mitgebrachte Tonträger
  • Homöopathie
  • Massagebälle
  • Aromatherapie (Duft- und Massageöle)
  • Bachblütentherapie
  • Akupunktur
  • krampflösende und schmerzstillende Medikamente
  • Peridualanästhesie 24h am Tag.

Bei einer Vielzahl von Geburten sind keine Schmerzmittel nötig. Oft ist aber hilfreich, starke Geburtsschmerzen erträglicher werden zu lassen. Bewegung und Massagen sind ebenso Möglichkeiten zur Schmerzlinderung wie ein warmes Bad.

Der Einsatz und die Auswahl von Schmerzmitteln wird immer mit Ihnen besprochen. Wir bieten eine große Palette an unterschiedlichen Schmerzlinderungsmöglichkeiten an, von Homöopathie über Akupunktur, ätherische Öle, Entspannungsbäder, krampflösende Mittel, Schmerzmittel bis hin zur periduralen Anästhesie (PDA).

Die PDA stellt eine besondere Methode der Schmerzlinderung dar. Es handelt sich um eine rückenmarksnahe Schmerzbehandlung, bei der Schmerzmittel über einen kleinen Schlauch, der nach örtlicher Betäubung zwischen zwei Dornfortsätze der Lendenwirbelsäule vorgeschoben wird, verabreicht wird. Zuständig für das Anlegen der PDA ist ein Anästhesist (Narkosearzt). Ein Anästhesist/Anästhesistin ist am Klinikum Achern rund um die Uhr für Sie da. Bei der PDA handelt es sich um eine sehr effektive Schmerztherapie. Die Risiken sind gering und Komplikationen selten.

Informationen zur geburtshilflichen Periduralanästhesie (PDA)

Viel entscheidender als eine bestimmte Körperhaltung ist die Unvoreingenommenheit, die Geburt so anzunehmen und zu gestalten, wie sie sich im Einzelfall und in der Einzigartigkeit des Geburtsverlaufes anbietet. Prinzipiell können Sie zusammen mit Ihrer Hebamme unterschiedliche Positionen ausprobieren und entscheiden, in welcher Position Sie und Ihr Kind sich gerade am wohlsten fühlen. Es gibt keine Gebärhaltung, die für alle passt.

Während der Geburt überwachen wir die kindlichen Herztöne telemetrisch (per Funk), sodass Sie die Möglichkeit haben, sich zu bewegen und somit die Geburt auf natürliche Weise zu unterstützen. Diese CTG-Daten können von Ärzten und Hebammen jederzeit über eine sichere verschlüsselte Verbindung an verschiedenen Orten im Krankenhaus abgerufen werden.

Zu unserer Philosophie der schonenden Geburtshilfe zählt eine möglichst minimale Dammschnittrate bei gleichzeitig nur sehr geringen Dammverletzungen.

Wenn Sie den Wunsch haben, Nabelschnurrestblut für Ihr Kind einzulagern, entnehmen und versenden wir dieses. Wir arbeiten mit allen gängigen Anbietern zusammen.

Damit Mutter und Kind wenige Stunden nach der Geburt nach Hause gehen können, sind einige Vorbereitungen zu treffen.

Planen Sie eine ambulante Geburt, so nehmen Sie ca. zwei bis drei Monate vor dem erwarteten Entbindungstermin Kontakt mit Ihrer Hebamme auf und vergewissern Sie sich, dass diese am Termin erreichbar ist. Organisieren Sie Ihren Haushalt für die Zeit nach der Rückkehr aus der Klinik.

Eine Entlassung nach Hause kurz nach der Geburt ist nur bei allgemeinem Wohlbefinden der Mutter und normalem Blutverlust möglich. Das Aufstehen sollte der Mutter ohne Schwierigkeiten möglich sein. Das Verhalten des Kindes sollte unauffällig sein und die Umstellung und Anpassung von Atmung und Kreislauf des Neugeborenen sollte problemfrei sein. Im Falle einer ambulanten Geburt müssen Sie sich selbst um die ambulante U2, das Hörscreening und den Stoffwechseltest beim Kinderarzt kümmern. Der Name des Kinderarztes sollte zur Entbindung bereits bekannt sein.

Geburten, die durch eine operative Maßnahme begleitet wurden und Geburten von Frühchen vor 37.+ 0 Schwangerschaftswoche sind nicht geeignet, um die Klinik nach wenigen Stunden wieder zu verlassen.

Ist eine Spontangeburt nicht möglich, stehen folgende operative Geburtsmethoden zur Verfügung:

  • Vakuumextraktion (Saugglockengeburt)
  • Sectio nach Misgav-Ladach (sanfter Kaiserschnitt)

Gelegentlich ist operative Hilfe während eines Geburtsvorganges nötig. Wenn ein Kaiserschnitt notwendig ist, so wird dieser im Operationssaal vorgenommen.

Verschiedene Anästhesiemethoden kommen dabei zur Anwendung. Auf Wunsch kann der Partner seine Frau während der Operation begleiten. Sollte ausnahmsweise äußere Umstände diese Begleitung nicht zulassen, informieren wir Sie hierüber.

Der Kaiserschnitt (lat. Sectio caesarea) war bereits im Römischen Reich bekannt. Das Wort  „Sectio“ stammt vom lateinischen Wort für "schneiden" (lat. secare) und im Wort caesarea erkennt man schon den Namen Caesars, des ersten Kaisers in Rom. Dabei ist es wohl nur eine Legende, dass Caesar tatsächlich per Kaiserschnitt auf die Welt kam.

Seit ca. 15 Jahren wird der Kaiserschnitt in Europa und Amerika überwiegend nach der sanften "Misgav-Ladach"- Methode durchgeführt. Die Methode ist nach dem Hospital in Jerusalem benannt, wo sie entwickelt wurde. Eine Besonderheit dieser Operation ist, dass nur die Haut mit dem Skalpell geschnitten wird, während das andere Gewebe möglichst sanft auseinander gedehnt wird. Dadurch bleiben viele Strukturen wie Blutgefäße und Nerven unverletzt; sie werden lediglich auf die Seite geschoben. Die Narbe heilt schnell und unauffällig. Diese sanfte Methode ermöglicht es, dass Sie nach der Operation schnell wieder fit sind und bereits am vierten oder fünften Tag nach dem Eingriff nach Hause dürfen.

Seit Urzeiten ist die Wassergeburt bekannt als eine sanfte und schonende Art, das Kind auf die Welt zu bringen. Schon im alten Ägypten wusste man von der entspannenden Wirkung warmen Wassers auf Schwangerschaft und Geburt. Die erste Wassergeburt in Europa führte der russische Verhaltensforscher und Schwimmlehrer Igor Tscharkowskij 1960 in Moskau durch. Tscharkowskijs Forschungen zufolge lernen im Wasser geborene Babys schneller laufen und sprechen, besitzen eine bessere Immunität und verfügen über eine überdurchschnittliche Intelligenz.

Zur Zeit erlebt die Wassergeburt einen kleinen Boom. Auch in Deutschland wünschen sich immer mehr werdende Mütter diese Methode für ihre Geburt.

Gerne bieten wir Ihnen die Möglichkeit zu einer Wassergeburt. Teilen Sie diesen Wunsch Ihrer Gynäkologin/Ihrem Gynäkologen mit. Zum Schutz Ihres Kindes brauchen Sie Blutuntersuchung auf HIV und Hepatitis B.

Der Aufenthalt nach der Geburt ist – je nach Situation und Befinden von Mutter und Kind– frei wählbar: Zwischen 6 Stunden nach Geburt bei ambulanter Geburt oder 2-5 Tagen Aufenthalt auf der Wochenbett-Station.

Die freundlichen Zimmer mit Schwarzwaldblick sind ausgestattet mit eigener Dusche, WC, Fernseher und Telefon. Ein Internetanschluss über WLAN ist möglich.

Unser Angebot für Sie:

  • Auf Wunsch erhalten Sie ein geräumiges Familienzimmer.
  • Für das sogenannte „bedding-in“ können ein Pforzheimer Bettchen oder ein gepolsterter Seitenschutz an Ihrem Bett befestigt werden.
  • Bei uns genießen Mutter und Kind Rooming-in!

Das bedeutet: Ihr Kind bleibt Tag und Nacht, so lange Sie dies wünschen, bei Ihnen im Zimmer. Wenn Sie sich nach Geburt oder Kaiserschnitt erschöpft fühlen und Schlaf brauchen, sorgen sich die Kinderkrankenschwestern im Kinderzimmer gerne um Ihr Baby.

Wenn Sie Ihr Kind stillen möchten, bekommen Sie kompetente Hilfe und werden beim Stillen angeleitet. Unsere speziell ausgebildeten Stillberaterinnen und Hebammen betreuen Sie gerne während und nach dem Wochenbett. Wenn sich auch nach mehreren Tagen nicht genügend Milch in der Brust bilden sollte, werden wir mit Ihnen andere Möglichkeiten der Ernährung Ihres Kindes besprechen.

  • Neugeborenen-Stoffwechselscreening

Mit der kostenlosen Blutuntersuchung des Neugeborenen werden Stoffwechselerkrankungen ermittelt, die durch Vermeidung von Nahrungsbestandteilen oder durch Medikamente behandelt werden können. Kennzeichnend für diese Stoffwechselerkrankungen ist, dass sie kein akutes Krankheitsbild, sondern chronische Veränderungen hervorrufen, die häufig erst spät erkannt werden.

Etwa 20 Stoffwechseldefekte können beim erweiterten Neugeborenenscreening der Geburtshilfe im Klinikum nachgewiesen werden. Der optimale Screeningzeitpunkt liegt bei etwa 72 Stunden nach der Geburt. Einige Blutstropfen werden klassischerweise von der Ferse abgenommen und zur Untersuchung geschickt. Dazu muss beim Neugeborenen nicht erst eine eiweißhaltige Nahrung abgewartet werden.

  • Neugeborenen-Hörscreening

Während einer Schlafphase des Kindes wird mit einer feinen Sonde in beiden Ohren gemessen, ob Mittel- und Innenohr funktionieren. Damit können die meisten Ursachen einer Schwerhörigkeit ausgeschlossen werden.

Info-Veranstaltungen für werdende Eltern

Eltern-Info-Abende finden aufgrund der Corona-Pandemie im Moment nicht statt. Wir informieren Sie hier, wenn die Veranstaltungen wieder stattfinden.

Das Kreißsaal-Team freut sich,
Sie bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen.

Ärztliche Leitung

Abbildung: Nelly Chamarina

Nelly Chamarina
Chefärztin
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe

Weiler, Martina

Sekretariat

Martina Weiler
Tel. 07841 700-2400
Fax 07841 700-2409
E-Mail: gyn.ach@ortenau-klinikum.de

 

 

Wichtige Telefonnummern

Kreißsaal   07841 700-2170
Ambulanz  07841 700-2402
Station 4A Wochenbettstation/ Gynäkologische Station 07841 700-2130

Informationveranstaltungen für Ärzte