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Vortrag: „Die Frauenheilkunde als Begleiterin des Lebens vom Achtzeller zur Greisin“

Renommierter Medizinethiker Dr. Giovanni Maio spricht bei Gesundheitsakademie Ortenau in Achern

Dr. Thomas Füsslin © Ortenau Klinikum

Professor Dr. Giovanni Maio © Ortenau Klinikum

Achern, 5. Juli 2018 – Der Acherner Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Dr. Thomas Füsslin, Ortenau Klinikum Achern-Oberkirch, und der Freiburger Medizinethiker Prof. Dr. Giovanni Maio, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, laden am Donnerstag, den 12. Juli um 19 Uhr zu einem Vortrag über „Die Frauenheilkunde als Begleiterin des Lebens vom Achtzeller zur Greisin“ in den Bürgersaal des Acherner Rathauses ein. Die beiden Mediziner wollen aufzeigen, dass die Gynäkologie eine ganz besondere Disziplin ist, die ihre eigene Logik, ihre eigene Ethik und ihre eigene Kunst des Heilens hat. „Die Gynäkologie und Geburtshilfe ist eine faszinierende Disziplin, weil sie mit den Grundfragen des Menschen zu tun hat“, so Dr. Füsslin. Sie vereine wie keine andere Disziplin der Medizin Anfang und Ende des Lebens, sie vereine das Geborenwerden mit den Fragen des Sterbens. „Die Geburt ist so ein existenziell wichtiges Ereignis, nicht nur für die Eltern, sondern für das Kind selbst. Immer mehr lernen wir, wie sehr die Umstände der Schwangerschaft und die Geburt prägend für das gesamte Leben des Menschen sind“, betont Dr. Füsslin. In ihrem gemeinsamen Vortrag versuchen die beiden Mediziner auf folgende Fragen einzugehen: Worin liegt der eigentliche Sinn der Geburtshilfe? Was sind ihre ethischen Maximen? Und warum ist die gesamte Gynäkologie ein Teil der Heilkunde? Was macht das Heilkundliche der Gynäkologie aus? Wie kann man der Frau gerecht werden, die mit der Krebsdiagnose konfrontiert ist? Was ist das Besondere der Gynäkologie im Umgang mit Krebs? 

Professor Dr. Giovanni Maio hat Medizin und Philosophie an den Universitäten Freiburg, Straßburg und Hagen studiert. Neben seiner Promotion in Freiburg absolvierte er ab 1989 eine Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin. Im Jahr 2000 habilitierte er sich mit einem Thema zur Ethik der Forschung an nicht einwilligungsfähigen Patienten an der Universität zu Lübeck für Ethik und Geschichte der Medizin. 2002 wurde er in die Zentrale Ethikkommission für Stammzellenforschung berufen. Nach Tätigkeiten als Wissenschaftlicher Assistent in Freiburg, Aachen und Lübeck ist er seit 2005 Professor für Bioethik und Medizinethik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und ist außerdem Direktoriumsmitglied des dortigen interdisziplinären Ethikzentrums. Er hat unter anderem die auch einem größeren Publikum bekannten Bücher „Mittelpunkt Mensch – Lehrbuch der Ethik in der Medizin“, „Den kranken Menschen verstehen. Für eine Medizin der Zuwendung“ und „Medizin ohne Maß? Vom Diktat des Machbaren zu einer Ethik der Besonnenheit“ veröffentlicht.

Der Vortrag findet im Rahmen der Gesundheitsakademie Ortenau in Achern statt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.