×

Achern: 07841 700-0
Oberkirch: 07802 801-0

Aktuelles und Termine | Mitteilungen, Veranstaltungen und Kalender | Archiv Archivierte Mitteilung

Unfall- und Orthopädische Chirurgie in Ettenheim: Frakturversorgung auf höchstem Niveau

Bei Kleinkindern gehört Hinfallen zum Laufen lernen dazu. Da ihre Knochen noch weich und elastisch sind, bleibt das fast immer folgenlos. Die Kleinen stehen auf und gehen weiter. Doch Menschen jeden Alters stürzen zu Boden, aus unterschiedlichsten Gründen und zum Teil mit gravierenden Folgen: Die inzwischen festen Stützen im Inneren des Körpers können eine schmerzhafte und manchmal komplizierte Verletzung erleiden – einen Knochenbruch.

Prof. Dr. Akhil P. Verheyden (r.) und Dr. Franz Albert (l.) analysieren ein Röntgenbild.

Prof. Dr. Akhil P. Verheyden

Dr. Franz Albert

Dr. Mathias Brahm

Dr. Charlotte Hase

Thomas Hensle

Dr. Franz Albert, Oberarzt in der Abteilung Unfall- und Orthopädische Chirurgie des Ortenau-Klinikums an der Betriebsstelle Ettenheim, und seine Teamkollegen Dr. Mathias Brahm, Dr. Charlotte Hase und Thomas Hensle behandeln und operieren tagtäglich Knochenbrüche in der Unfallchirurgie. Die Ursachen für die Frakturen sind fast immer Stürze, Stöße oder andere schwere Einwirkungen, zum Beispiel bei Unfällen.

Am häufigsten sind Brüche an Handgelenk, Schlüsselbein und Oberarm

„Theoretisch kann jeder der über 200 Knochen im Körper brechen. Aber meistens sind es die Speiche am Handgelenk, das Schlüsselbein, der Oberarmknochen, Rippen, der Oberschenkelhals, der Unterschenkel, das Becken oder das Sprunggelenk“, zählt Dr. Albert die häufigsten Frakturen auf. Diese können sehr unterschiedlich geartet sein: Bei einem einfachen Bruch ist der Knochen an einer Stelle durchtrennt oder gespalten. Er heilt meist relativ unkompliziert. Ein Knochen kann aber auch mehrfach beschädigt worden sein, inklusive abgesplitterter Teile. Ob es sich um einen solchen sogenannten Trümmerbruch handelt, sieht man nicht von außen – besonders dann nicht, wenn es ein geschlossener Bruch ist, bei dem die Haut unverletzt geblieben ist. Doch auch bei einer offenen Fraktur, bei der ein Teil des Knochens nach außen tritt, ist mit bloßem Auge nicht erkennbar, ob auch Sehnengewebe vom Knochen abgerissen ist.

Zügig, aber sorgfältig werden diese Fragen vom Fachärzte-Team in der Unfallund Orthopädischen Chirurgie Ettenheim abgeklärt. „Bei Frakturen diagnostizieren wir immer mit bildgebenden Verfahren. In eindeutigen Fällen können wir mit Röntgenbildern aus verschiedenen Winkeln die genaue Stellung der Knochen sehen. Bei komplizierteren Brüchen machen wir eine Computertomographie; in den Schichtaufnahmen erkennen wir mehr Details der Verletzung“, beschreibt Dr. Albert das gründliche Vorgehen.


Vielfältige Therapiemöglichkeiten, so individuell wie die Verletzung

Wie die Fraktur behandelt wird, hängt von der Art und Schwere der Verletzung ab. Einfache Brüche werden mit einem Verband aus Kunststoff oder Gips ruhiggestellt. „Das gibt dem Körper Zeit, die Schäden selbst zu reparieren. Der Gips darf aber nicht geschlossen sein. Weil Schwellungen auftreten können, drohen sonst Durchblutungsstörungen“, erklärt Dr. Albert. Ein schwerer oder verschobener Bruch muss möglicherweise gerichtet werden, damit die Knochenteile wieder in der ursprünglichen Position zusammenwachsen. „Häufig müssen Knochenstücke oder -splitter mit Draht, Schrauben oder Nägeln künstlich fixiert werden. Ein Bruchspalt kann auch mit einer verschraubten Metallplatte gesichert werden,“ führt der Fachchirurg weiter aus „Starke Verletzungen rund um den Bruch fixieren wir oft mit einem Haltesystem, das von außen angebracht und durch die Haut mit dem Knochen verschraubt wird. Sind Weichteile verletzt, werden diese während der Operation ebenfalls zusammengefügt.“

„Oberstes Ziel ist, dass die Beweglichkeit erhalten bleibt“

Besonders komplexe Operationen werden teilweise an der Betriebsstelle Lahr durchgeführt. Der auch die Unfallchirurgie in Ettenheim leitende Chefarzt Prof. Dr. Akhil Verheyden versorgt dort mit seinen Fachkollegen neben Wirbelbrüchen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule auch Verletzungen der oberen Halswirbelsäule sowie im Rumpfbereich. Die weitere Behandlung erfolgt dann oft in Ettenheim.

„Alle Patienten bekommen die Anschlussversorgung, die für ihre individuelle Symptomatik passt. Aber oberstes Ziel bei allen Frakturen ist, dass die Beweglichkeit erhalten bleibt“, erklärt Dr. Albert. „Je nach Verletzungstyp muss man damit rechnen, dass der verletzte Knochen bis zu 6 Wochen nicht voll belastet werden kann. Auf jeden Fall sollen sie die betroffenen Körperteile früh wieder bewegen, damit auch die Bänder und Muskeln funktionsfähig bleiben.“ Das sei auch der Grund dafür, dass viele Bruchpatienten neben einer mehrwöchigen „Schonphase“ meist Krankengymnastik benötigen.

 

Ihre Fachklinik vor Ort

Unfall- und Orthopädische Chirurgie
Standort Ettenheim
Prof. Dr. Akhil P. Verheyden
Dr. Franz Albert
Robert-Koch-Straße 15
77955 Ettenheim
Tel. 07822 430-201
E-Mail: unfallchirurgie.lah@ortenau-klinikum.de