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Ortenau Klinikum Achern erhält Auszeichnung für beispielhafte Krankenhaushygiene

Mitteilung Achern-Oberkirch

Hygiene-Gold für Management zur Verhinderung von Krankenhausinfektionen

Das Ortenau Klinikum Achern hat für sein Management der Händehygiene die bundesweit höchste Auszeichnung erhalten. Zuerkannt wird das Qualitätszertifikat in Gold durch das nationale Referenzzentrum zur Überwachung von Krankenhausinfektionen (NRZ) in Berlin. Die Klinik erhält die Auszeichnung im Rahmen der „Aktion Saubere Hände“, mit der das Auftreten von Krankenhausinfektionen in Deutschland verhindert werden soll. An der Aktion beteiligen sich bundesweit über 800 der rund 2000 Kliniken. Das Hygiene-Gold wurde bisher lediglich an 28 Kliniken vergeben. In Baden-Württemberg sind es drei: das Ortenau Klinikum Achern, das Ortenau Klinikum in Offenburg sowie eine Klinik in Freiburg.
 
„Die Arbeit des Hygiene-Teams und der ganzen Klinik in Sachen Händehygiene hat sich damit voll ausgezahlt“, freut sich Dr. Dieter Auer, ärztlicher Leiter der Klinikhygiene am Ortenau Klinikum. Das Ortenau Klinikum Achern zähle damit bei der Vermeidung von Krankenhausinfektionen zu den besten Kliniken in Deutschland.
 
Seit dem vergangenen Jahr beteiligt sich das Ortenau Klinikum Achern an der „Aktion Saubere Hände“. Ein hauseigenes Hygiene-Team unter der Leitung von Hygienefachkraft Anita Uska hat im vergangnen Jahr zunächst den Handlungsablauf der Händehygiene, beispielsweise durch Verbrauchsmessungen von Händedesinfektionsmitteln, registriert. In einer zweiten Phase wurden dann in intensiven Schulungen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die korrekte Händedesinfektion eingewiesen und Strategien zur nachhaltigen Verbesserung der Händedesinfektions-Regeln entwickelt. Auch wurden aus Achern regelmäßig Kontrolldaten an das NRZ Berlin übermittelt, um im engen Kontakt mit den dortigen Experten eine Optimierung der Händedesinfektion zu erreichen.
 
In Deutschland infizieren sich rund 3,5 Prozent der 19 Millionen stationär behandelten Patienten, so dass jährlich etwa 650.000 Krankenhausinfektionen zu erwarten sind. Im internationalen Vergleich ist diese Rate gering - durch geeignete Maßnahmen kann aber ein Drittel dieser Krankenhausinfektionen vermieden werden. Krankenhausinfektionen verlängern den Klinikaufenthalt, verursachen erhebliche Mehrkosten, sind zum Teil lebensbedrohlich und stellen für die betroffenen Patienten eine leidvolle und unnötige Erfahrung dar.
 
Die meisten dieser von Medizinern als nosokomialen Infektionen bezeichneten Erkrankungen werden durch die Hände übertragen. „Die Händedesinfektion ist deshalb die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen“, so Dr. Dieter Auer.
 
Das Ortenau Klinikum hat in den vergangenen Jahren vorsorglich an allen seinen Standorten ein effektives Hygienemanagement aufgebaut, das den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und gesetzlichen Bestimmungen Rechnung trägt. So sind mit Dr. Dieter Auer und Dr. Tania Walzer zwei Klinikhygieniker benannt, die vor Ort Hygienemaßnahmen koordinieren. Darüber hinaus erörtern Mitarbeiter an allen Standorten in Hygienekommissionen regelmäßig relevante Hygienethemen und führen Hygienebegehungen durch. Auch setzt das Ortenau Klinikum auf permanente Aufklärungsarbeit und regelmäßige Schulungen etwa zur Händedesinfektion. Fortbildungen zu Übertragungswegen oder Eigenschaften sowie der Therapie von multiresistenten Erregern ergänzen die Vorsorgemaßnahmen. Zudem besteht im Rahmen des allgemeinen Qualitätsmanagements im Ortenau Klinikum eine Dokumentationspflicht hinsichtlich resistenter Bakterien und Infektionserkrankungen, womit ein effektives Frühwarnsystem die Hygieneeffektivität unterstützt. Das Ortenau Klinikum Achern ist die zweite Haus im Klinikverbund, das die Auszeichnung erhält. Das Ortenau Klinikum in Offenburg hatte bereits im Jahr 2011 ein Hygiene-Gold bei der „Aktion Saubere Hände“ erreichen können. Das Hygienezertifikat muss alle zwei Jahre neu mit aktuellen Daten belegt werden.