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Ortenau Klinikum Achern: Aktionstag klärt über Krankenhaushygiene auf

Klinik beteiligt sich an bundesweiter „Aktion Saubere Hände“

Mit einem Aktionstag hat das Ortenau Klinikum Achern heute auf die Bedeutung der Krankenhaushygiene hingewiesen. Zahlreiche interessierte Besucher, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Patienten informierten sich im Eingangsbereich der Klinik rund um das Thema Krankenhaushygiene. „Wir wollen mit dem Aktionstag unterstreichen, dass wir das Thema sehr ernst nehmen und permanent Aufklärungsarbeit leisten“, erläutert Dr. Dieter Auer, ärztlicher Leiter der Klinikhygiene am Ortenau Klinikum. Durch ein effektives Hygienemanagement, wie es das Ortenau-Klinikum betreibe, könne die Zahl der Krankenhausinfektionen deutlich verringert werden. So liege das Ortenau Klinikum bei den sogenannten Krankenhausinfektionen unter dem bundesweiten Durchschnitt von rund drei bis fünf Prozent.
 
„Auch bei diesem Aktionstag war unser Schwerpunktthema die Händedesinfektion“, berichtet Dr. Dieter Auer. „Sie ist nach wie vor die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von Infektionskrankheiten, insbesondere auch im Krankenhaus.“ Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Hygiene-Teams des Ortenau Klinikums Achern gaben zahlreiche Anregungen sowie Tipps und beantworteten Fragen. Herstellerfirmen informierten über Desinfektionsmittel und Hautschutzpräparate, wobei Besucher die Wirksamkeit einer Händedesinfektion testen und den Feuchtigkeitsgehalt ihrer Haut vor Ort bestimmen lassen konnten. „Mit dem Aktionstag wollen wir nicht nur auf die Bedeutung der täglichen Routinehygiene hinweisen, sondern darüber hinaus die zunehmende Wichtigkeit der Klinikhygiene in der klinikinternen wie auch der öffentlichen Wahrnehmung hervorheben“, so Dr. Dieter Auer.
 
Seit dem vergangenen Jahr beteiligt sich das Ortenau Klinikum Achern an der bundesweiten „Aktion Saubere Hände“. Mit Hilfe dieser nationalen Kampagne soll die Anwendung von Maßnahmen der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen weiter intensiviert werden. Sie wurde 2008 mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit und dem Nationalen Referenzzentrum für die Überwachung von Krankenhausinfektionen (NRZ) ins Leben gerufen. Umfangreiche Studien haben gezeigt, dass allein schon durch regelmäßige Schulungen und entsprechende Motivation mehr Händedesinfektion vorgenommen und dadurch eine deutliche Verminderung der Keimübertragungen und der Infektionen erreicht wird.
 
Ein hauseigenes Hygiene-Team unter der Leitung von Anita Uska, Hygienefachkraft am Ortenau Klinikum Achern, hat im vergangnen Jahr zunächst den Handlungsablauf der Händehygiene, beispielsweise durch Verbrauchsmessungen von Händedesinfektionsmitteln, registriert. In einer zweiten Phase wurden dann in intensiven Schulungen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die korrekte Händedesinfektion eingewiesen und Strategien zur nachhaltigen Verbesserung der Händedesinfektions-Regeln entwickelt.
 
Das Hygiene-Team des Klinikums wurde in dieser Beobachtungs- und Schulungsphase von der angehenden Hygiene-Spezialistin Jasmin Dold unterstützt. Sie studiert an der Fachhochschule Sigmaringen Hygiene und arbeitet zur Zeit an einer Abschlussarbeit zum Bachelor, die sich intensiv mit dieser Thematik befasst.
 
Das Ortenau Klinikum hat deshalb in den vergangenen Jahren an allen seinen Standorten ein effektives Hygienemanagement aufgebaut, das den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und gesetzlichen Bestimmungen Rechnung trägt. So sind mit Dr. Dieter Auer und Dr. Tania Walzer zwei Klinikhygieniker benannt, die vor Ort Hygienemaßnahmen koordinieren. Darüber hinaus erörtern Mitarbeiter an allen Standorten in Hygienekommissionen regelmäßig relevante Hygienethemen und führen Hygienebegehungen durch. Auch setzt das Ortenau Klinikum auf permanente Aufklärungsarbeit und regelmäßige Schulungen etwa zur Händedesinfektion. Fortbildungen zu Übertragungswegen oder Eigenschaften sowie der Therapie von multiresistenten Erregern ergänzen die Vorsorgemaßnahmen. Zudem besteht im Rahmen des allgemeinen Qualitätsmanagements im Ortenau Klinikum eine Dokumentationspflicht hinsichtlich resistenter Bakterien und Infektionserkrankungen, womit ein effektives Frühwarnsystem die Hygieneeffektivität unterstützt.