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Hygienetag am Ortenau Klinikum in Oberkirch

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Das Ortenau Klinikum Achern-Oberkirch veranstaltet am 5. Mai einen Hygienetag in Oberkirch mit dem Schwerpunkt „Händehygiene“

Abbildung Händedesinfektion: Wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von Infektionskrankheiten.

Händedesinfektion: Wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von Infektionskrankheiten. ©Ortenau Klinikum

Oberkirch, 24. April 2017 – Um die Mitarbeiter der Kliniken wie auch Patienten und Besucher immer wieder für das Thema Patientensicherheit und Qualität zu sensibilisieren, veranstaltet die Klinikhygiene des Ortenau Klinikums Achern-Oberkirch am Freitag, den 5. Mai  einen Hygienetag mit dem Schwerpunkt Händehygiene. Die Hygienemitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen von 11 bis 14 Uhr im Foyer des Ortenau Klinikums in Oberkirch mit Info-Tischen bereit, um Fragen zur Krankenhaushygiene zu beantworten. Es besteht zudem die Möglichkeit, die richtige Technik der Händedesinfektion zu erlernen und zu kontrollieren.

Die Hände sind das wichtigste Werkzeug beim Umgang mit Patienten, so dass auch die richtige Pflege von Bedeutung ist. Es werden beim Aktionstag daher auch Feuchtigkeitsmessungen der Haut durch Mitarbeiter der Betriebsmedizin, der Klinikapotheke und der Arbeitssicherheitsabteilung durchgeführt und individuelle Empfehlungen zur Hautpflege gegeben.

In Deutschland infizieren sich rund 3,5 Prozent der 19 Millionen im Krankenhaus stationär behandelten Patienten, so dass jährlich mit etwa 650.000 Krankenhausinfektionen wie beispielsweise Wundinfektionen oder Lungenentzündungen zu rechnen ist. Im internationalen Vergleich ist diese Rate gering - durch geeignete Hygienemaßnahmen kann aber ein Drittel dieser Krankenhausinfektionen vermieden werden. Krankenhausinfektionen verlängern den Klinikaufenthalt, verursachen erhebliche Mehrkosten, sind zum Teil lebensbedrohlich und stellen für die betroffenen Patienten eine leidvolle und unnötige Erfahrung dar.

Die meisten dieser von Medizinern als nosokomiale Infektionen bezeichneten Erkrankungen werden durch die Hände übertragen. Im Krankenhaus leben Patienten und Krankenhausmitarbeiter auf engem Raum zusammen. Im Rahmen von Behandlungen sind viele Körperkontakte therapeutischer, diagnostischer und pflegerischen Art notwendig, die eine Übertragung von Keimen möglich machen. Die Infektionserreger gehören in der Regel zur normalen menschlichen Keimbesiedelung von Haut und Darm und verursachen meist keine Infektionen. Diese Keime werden von Patienten, Besuchern und Therapeuten von Außen ins Krankenhaus getragen. Treffen diese Keime aber auf geschwächte Patienten mit einer reduzierten Abwehrkraft, so können diese Erreger Infektionskrankheiten verursachen. „Die Händedesinfektion ist deshalb die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen und stellt einen Schwerpunkt unserer Präventionsmaßnahmen dar“, so Dr. Andreas Schröder, ärztlicher Leiter der Klinikhygiene der Standorte des Ortenau Klinikums.

Das Ortenau Klinikum Achern-Oberkirch nimmt seit Jahren an den Hygieneaktionen „Aktion Saubere Hände“ und „Keine Keime“ teil. Diese Aktionsbündnisse werden unter anderem vom Bundesgesundheitsministerium und den Krankenkassen unterstützt. Es werden definierte Vorgehensweisen zur Händedesinfektion in Krankenhäusern festgelegt. Hierbei müssen gewisse Qualitätsvorgaben umgesetzt und Kontrolldaten an das Nationale Referenzzentrum in Berlin übermittelt werden - die teilnehmenden Kliniken werden dann nach entsprechendem Leistungsniveau mit einem Zertifikat ausgezeichnet.