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Herbstzeit ist Grippezeit

Mitteilung Achern-Oberkirch

Ehemaliger Ärztlicher Direktor und Infektiologe am Ortenau Klinikum Achern machen auf Schutzimpfung aufmerksam

Achern, den 10. Oktober 2013 - Fieber, Husten, Mattheit – mit dem beginnenden Herbst zeigen sich bei manchen Menschen schon die Vorboten der neuen Grippesaison. Um einer Erkrankung vorzubeugen hat sich gestern der ehemalige Ärztliche Direktor des Ortenau Klinikums Achern, Dr. Eberhard Koch, in der Klinik gegen Grippe impfen lassen und unterstützt damit öffentlichkeitswirksam die gemeinsame Impfkampagne des Ortenau Klinikums, des Gesundheitsamtes des Ortenaukreises sowie der niedergelassenen Hausärzte. „Jetzt ist die richtige Zeit für eine Grippe-Schutzimpfung“, so Dr. Koch der vor allem für ältere Menschen ein Vorbild abgeben will. Die aktuelle Impfrate ist in allen Personengruppen, für die eine Impfung empfohlen wird, nach wie vor sehr niedrig.
 
„Gerade ältere Bürger oder bereits vorerkrankte Menschen haben ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf der Erkrankung, der dann auch Krankenhauseinweisungen oder eine Therapie auf der Intensivstation erforderlich machen kann“, erläutert Dr. Johannes Borde. Der Facharzt für Innere Medizin am Ortenau Klinikum Achern hat eine spezielle Ausbildung zum Infektiologen und betreut die an der Klinik seit April bestehende Sektion Infektiologie. Sie berät beispielsweise Patienten und niedergelassene Ärzte in Fragen der Impfprophylaxe sowie Diagnostik und Therapie von Infektionserkrankungen. Auch gibt Dr. Borde Auskünfte zu Impfungen vor dem Antritt einer Reise in Länder mit besonderen Impfempfehlungen. Das Ortenau Klinikum in Achern ist damit die einzige Klinik, die im Raum zwischen Karlsruhe und Freiburg das Gebiet der klinischen Infektiologie abdeckt.
 
In den Hebst- und Wintermonaten ist die Grippe, die am häufigsten auftretende Infektionskrankheit. Von Medizinern als Influenza bezeichnet, wird sie durch Viren verursacht und durch eine sogenannte Tröpfcheninfektion weitergegeben. Die Inkubationszeit beträgt wenige Tage bevor es zu den typischen Grippesymptomen mit hohem Fieber kommt. Eine Schutzimpfung wird aktuell vor allem für Personen empfohlen, die älter als 60 Jahre sind. Darüber hinaus sollten sich Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung, beispielsweise durch chronische Erkrankungen wie Asthma, Herzerkrankungen oder Diabetes impfen lassen, so Dr. Borde.
 
Das Robert Koch-Institut und die Ständige Impfkommission empfehlen die Impfung gegen Grippe auch für Bewohner von Alters- und Pflegeheimen. Außerdem sollte sich medizinisches Personal in Arztpraxen, Pflegeheimen, Mitarbeiter des Rettungsdienstes und der Krankenhäuser gegen Influenza impfen lassen, da es als mögliche Infektionsquelle für betreute Personen infrage kommen kann. Für Schwangere ist eine Grippeimpfung ab dem zweiten Schwangerschaftsmonat möglich. Neu ist in dieser Saison der nasale Impfstoff, der als Nasenspray verabreicht wird und die Injektion überflüssig macht. Dieser nasale Impfstoff ist für Kinder zwischen zwei und sechs Jahren vorgesehen, bei denen die Grippeimpfung aufgrund einer Risikokonstellation angezeigt ist.
 
Die zweite Grundsäule der Prävention einer Influenzainfektion ist die sorgfältige Handhygiene, etwa durch häufiges Händewaschen, betont Dr. Borde. Geschlossene Räumlichkeiten sollten regelmäßig gelüftet werden, darüber hinaus kann durch die Bedeckung von Mund und Nase beim Husten oder Niesen, vorzugsweise mit der Ellenbeuge, die Übertragung von Viren vermindert werden.
 
Für die Beratung und Durchführung der Impfung stehen Hausärzte, Arbeitsmediziner in den Betrieben sowie das Gesundheitsamt zur Verfügung. „Grundsätzlich bleibt festzustellen, dass der günstigste Zeitpunkt für eine Grippeimpfung die Monate Oktober und November sind, aber auch während einer Grippewelle kann es noch Sinn machen eine versäumte Impfung nachzuholen, da schwer abzuschätzen ist, wie lange die Influenzawelle andauern wird“, so Dr. Borde.