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Ausstellung zur Krankenhaushygiene startet am Ortenau Klinikum in Achern

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Ortenau Klinikum beteiligt sich an landesweiter Aktion „Keine Keime“

Abbildung: Dr. Andreas Schröder, Oberarzt des Zentralen Hygienemanagements am Ortenau Klinikum

Dr. Andreas Schröder, Oberarzt des Zentralen Hygienemanagements am Ortenau Klinikum, mit Teilen der Wanderausstellung „Keine Keime“. © Ortenau Klinikum

Achern, 27. September 2016 – Das Ortenau Klinikum in Achern zeigt ab Samstag, den 1. Oktober eine Ausstellung zum Thema Krankenhaushygiene. Mit der Ausstellung startet das Ortenau Klinikum seine Beteiligung an der landesweiten Aktion „Keine Keime“, mit der die Öffentlichkeit für das Thema Krankenhaushygiene und wichtige Hygiene-Maßnahmen sensibilisiert werden soll.

„Als großer Klinikverbund ist es uns ein großes Anliegen, in der Diskussion um Hygiene und Infektionsvermeidung für Transparenz zu sorgen“, betont Ortenau Klinikum-Geschäftsführer Christian Keller. Die Wanderausstellung wird an allen neun Standorten des Klinikverbundes bis Juli 2017 zu sehen sein. Bis Ende Oktober können sich nun Patienten, Besucher sowie Interessierte im Foyer der Acherner Klinik ganztags anhand von Rollups, Plakaten sowie Patientenbroschüren umfassend zur Krankenhaushygiene informieren.

Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Infektiologie und die Fortschritte in diesem Bereich auf. Gleichzeitig informiert sie über die Bedeutung von Antibiotika bei der Behandlung von Keimen und Erregern. „Was den Einsatz von Antibiotika angeht, sind wir am Ortenau Klinikum sehr vorsichtig“, erläutert Dr. Andreas Schröder, Oberarzt des Zentralen Hygienemanagements am Ortenau Klinikum. Der Grund: Bakterien sind fähig, sich ihrer Umgebung gut anzupassen und Resistenzen gegen eine Vielzahl an Antibiotika zu bilden. Genau das kann insbesondere in Krankenhäusern in Form von multiresistenten Bakterien zum Problem werden.

Dies ist eines der Themen, auf das die Organisatoren verstärkt aufmerksam machen möchten. Federführend zuständig für die Aktion am Ortenau Klinikum ist Dr. Schröder. „Im Krankenhaus herrschen besondere Bedingungen, denn kranke Menschen oder frisch operierte Patienten sind anfälliger für Infektionen, die im Zuge eines Aufenthalts oder einer Behandlung auftreten können“, erklärt er. Deshalb sei für die Mitarbeiter des Klinikums die Hygiene nicht nur ein zentraler Bestandteil aller Tätigkeiten, sondern auch Inhalt regelmäßiger Schulungen.

So beteiligt sich beispielsweise das Ortenau Klinikum in Achern seit 2012 an der bundesweiten „Aktion Saubere Hände“. Die Händedesinfektion ist laut wissenschaftlicher Studien die effektivste Art, um Infektionen zu vermeiden. Im Rahmen der Initiative hat die Klinik in den vergangenen Jahren zahlreiche Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchgeführt und mit gesonderten Aktionstagen Patienten und Besucher für das Thema sensibilisiert. Im Jahr 2013 hat die Klinik für ihr Händehygiene-Management erstmals ein Qualitätszertifikat in Gold erhalten und zählt damit bei der Vermeidung von Krankenhausinfektionen zu den besten Kliniken in Deutschland. Auch auf der Gesundheitsmesse „Life!“ in Achern am 15. und 16. Oktober in der Hornisgrinde-Halle in Achern wird das Hygiene-Team der Klinik am Messestand vor Ort sein und Besucher zum Thema Händehygiene informieren.

Doch nicht jeder Keim muss gleich ein Krankmacher sein. Der Mensch lebt mit Bakterien auch in einer so genannten Symbiose, einer Zweckgemeinschaft: Die Beteiligten profitieren voneinander. So helfen Bakterien im Darm bei der Verdauung oder schützen die Haut. Problematisch werden sie dann, wenn sie dorthin geraten, wo sie nicht hingehören. „Und genau dies wird mit den geeigneten Hygienemaßnahmen vermieden“, so Dr. Schröder.