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Aktionstag zur Klinikhygiene in Achern

Das Ortenau Klinikum Achern-Oberkirch veranstaltet am 7. Juni 2018 einen Hygienetag in Achern mit dem Schwerpunkt „Händehygiene“

Mit Hilfe einer Schwarzlichtbox kann überprüft werden, ob die Händedesinfektion erfolgreich war. ©Ortenau Klinikum

Das Ortenau Klinikum Achern-Oberkirch veranstaltet am Donnerstag, den 7. Juni von 11 bis 14.30 Uhr am Standort Achern einen Aktionstag zum Thema Händehygiene. Im Eingangsbereich des Ortenau Klinikums sind Informationsstände aufgebaut, an denen sich Patienten, Mitarbeiter und interessierte Besucher rund um das Thema Händehygiene informieren können.

„Die Händedesinfektion ist die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen und stellt einen Schwerpunkt unserer Präventionsmaßnahmen dar“, betont Dr. Andreas Schröder, Chefarzt der Zentralen Klinikhygiene am Ortenau Klinikum.

Bei dem Aktionstag geben die Mitarbeiter der Klinikhygiene des Ortenau Klinikums Anregungen sowie Tipps und beantworten Fragen. Besucher können die Wirksamkeit einer Händedesinfektion testen und den Feuchtigkeitsgehalt ihrer Haut vor Ort bestimmen lassen.

Das Klinikum Achern-Oberkirch nimmt seit Jahren an den Hygieneaktionen „Aktion Saubere Hände“ und „Keine Keime“ teil. Diese Aktionsbündnisse werden unter anderem vom Bundesgesundheitsministerium und den Krankenkassen unterstützt. Die Bündnisse definieren beispielsweise Vorgehensweisen zur Händedesinfektion in Krankenhäusern und legen diese als verbindlich fest. Hierbei müssen gewisse Qualitätsvorgaben umgesetzt und Kontrolldaten an das Nationale Referenzzentrum in Berlin übermittelt werden - die teilnehmenden Kliniken werden dann nach entsprechendem Leistungsniveau mit einem Zertifikat ausgezeichnet.

In Deutschland infizieren sich rund 3,5 Prozent der 19 Millionen im Krankenhaus stationär behandelten Patienten, so dass jährlich mit etwa 650.000 Krankenhausinfektionen wie beispielsweise Wundinfektionen oder Lungenentzündungen zu rechnen ist. Im internationalen Vergleich ist diese Rate gering - durch geeignete Hygienemaßnahmen kann aber ein Drittel dieser Krankenhausinfektionen vermieden werden. Krankenhausinfektionen verlängern den Klinikaufenthalt, verursachen erhebliche Mehrkosten, sind zum Teil lebensbedrohlich und stellen für die betroffenen Patienten eine leidvolle und unnötige Erfahrung dar.

Die meisten dieser von Medizinern als nosokomiale Infektionen bezeichneten Erkrankungen werden durch die Hände übertragen. Im Krankenhaus treffen Patienten und Krankenhausmitarbeiter alltäglich auf engem Raum zusammen. Im Rahmen von Behandlungen sind viele Körperkontakte therapeutischer, diagnostischer und pflegerischen Art notwendig, die eine Übertragung von Keimen möglich machen. Die Infektionserreger gehören in der Regel zur normalen menschlichen Keimbesiedelung von Haut und Darm und verursachen meist keine Infektionen. Diese Keime werden von Patienten, Besuchern und Therapeuten von Außen ins Krankenhaus getragen. Treffen diese Keime aber auf geschwächte Patienten mit einer reduzierten Abwehrkraft, so können diese Erreger Infektionskrankheiten verursachen.